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Sehenswürdigkeiten in Kleve |
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Sehenswürdigkeiten in KleveÜbersicht SchwanenburgDie Schwanenburg in Kleve stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie überragt die Stadt weithin. Der Name Schwanenburg entstand im späten 19. Jahrhundert. Seit 1455 krönt ein Schwan den Turm. Der Turm hat schon im Mittelalter die Bezeichnung Schwanenturm erhalten. Früher nannte man das Bauwerk das Schloss von Kleve oder auch den Hof von Kleve. Erstmals 900 nach Christus baute man hier auf einem steilen Kliff eine Burg. Aus dem Wort Kliff oder auch aus dem Wort Klippe für einen starken Felsen, der aus dem Boden ragt, entwickelte sich nach und nach der Name Kleef und daraus wurde der heutige Name Kleve abgeleitet. Der Fluss Kermisdahl liegt direkt an der Schwanenburg. Hier soll der Legende nach der Ritter Lohengrin mit seinem Schwan den Fluss überquert haben. Einige sind der Meinung, der Ritter Lohengrin sei sogar in Kleve geboren. Beatrix war die einzige Tochter eines mächtigen Grafen. Er hatte ihr das Klever Land vererbt. Böse Nachbarn jedoch gönnten Beatrix das Erbe nicht. Beatrix setzte sich daher an das Fenster ihrer Burg und weinte. Sie schaute mit Tränen in den Augen auf den Rhein. Dieser lag damals noch näher an dem Klever Burgberg. Weit entfernt sah sie einen weißen Schwan. Er zog an einer goldenen Kette ein Schiff. Das Schiff wurde von einem jungen Mann gesteuert. Es war der Ritter Lohengrin. Der Schwan schwamm langsam auf die Burg zu. Der Jüngling bot der Fürstin seine Dienste an und diese nahm dankend an. Bald hatte der junge Mann das gesamte Land von allen Feinden befreit. Er heiratete Beatrix unter der Bedingung, dass sie niemals nach seiner Herkunft forschen dürfe. Ansonsten würde sie ihn nie wiedersehen. So lebten sie 22 Jahre glücklich miteinander. Sie bekamen 3 Söhne. Eines Tages jedoch fragte Beatrix ihren Mann nach seiner Herkunft. Daraufhin verschwand der Ritter und sie sah ihn nie wieder. Der Schwanenturm kann heute besichtigt werden. Ebenso können Besucher den Gewölbekeller und den Rittersaal bewundern. Historischer Ortskern WachtendonkWachtendonk liegt kurz vor der niederländischen Grenze. Eigentlich gehört der kleine Ort zur niederrheinischen Stadt Kleve. Er ist der südlichste Stadtteil. Das mittelalterliche Stadtbild ist im Laufe der Jahrhunderte jedoch bewahrt worden. Ein Rundgang durch den kleinen Ortskern ist sehr sehenswert. Das Haus Püllen liegt hier. Es stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts und heute ist hier die Touristeninformation beheimatet. Das Nonnenkloster ist noch um einiges älter. Hier ist heute das Pfarrheim und die Bücherei der katholischen Kirche zu finden. Noch älter ist die Burg. Sie wurde von den Herrschaften von Wachtendonk errichtet. Sie ist heute eine Ruine und liegt an den beiden Flüssen Niers und Nette. Die Nette führt später zum beliebten Nettetal hin. Aber nicht nur Kunst- und Geschichtsfreunde kommen hier auf ihre Kosten. Der Ort bietet die unterschiedlichsten Freizeitmöglichkeiten. Der Naturpark Maas-Schwalm-Nette wurde in länderübergreifender Zusammenarbeit erschlossen. Er hat zahlreiche naturbelassene Badeseen. Freizeitsportler und Aktive haben hier viele Möglichkeiten, sich zu bewegen und Sport zu treiben. Hier sind Wanderwege, aber auch Wassersportler haben hier ausreichende Möglichkeiten. Wasserski, Kanutouren, Angeln oder Schlauchboot fahren sind hier möglich. Wer lieber an Land bleiben möchte, kann eine Planwgenfahrt unternehmen oder einen Naturlehrpfad begehen. Das sind ganz besondere Aktivitäten, die der ganzen Familie gefallen werden. Ein Irrweg durch ein riesiges Maislabyrinth wird nicht nur den Kindern Spaß und Freude bereiten. Der Mais wächst in der Zeit von Juli bis Oktober. An der Promenade des Flusses Niers ist eine Boulebahn. Das ist ein typisches französisches Spiel mit Kugeln. Diese bekommt der Besucher im Bistro \"Zur Sandkaul\". Altstadt Kleve und Klever GärtenKleve hat gleich 2 interessante Stadtkerne. Einmal ist natürlich die Altstadt von Kleve sehr sehenswert und der andere sind die Klever Gärten. Der Name der Stadt kommt von „Kliff“. Denn die Schwanenburg mit ihrem Bergfried liegt auf dem Höhenzug. Gegenüber liegt der ehemalige Marstall aus dem Jahre 1467. Das Denkmal des Großen Kurfürsten zeigt die Verbundenheit zu Preußen. In Kleve gibt es zwei besondere Brunnen. Der Schwanenbrunnen und der Lohegrinbrunnen am Fischmarkt sind sehr sehenswert. Geht man an der kleinen evangelischen Kirche Böllenstege aus dem Jahr 1619 vorbei, gelangt man zu dem Kleinen Markt. Hier befindet sich das Denkmal von Ewald Mataré. Die Stifts- und Propsteikirche St. Mariä Himmelfahrt ist die Grabeskirche der Klever Grafen und Herzöge. In der Unterstadt ist der „Mönch“ sehenswert. Er soll an die Minoriten erinnern. Ebenso sollte man die Pfarrkirche St. Mariä Empfängnis, den Janusbrunnen, Haus Koekkoek und das „Schüsterken“ ansehen. Der andere historische Mittelpunkt von Kleve ist die von prachtvollen Villen gesäumte Kurallee. An der Tiergartenstraße liegt das ehemalige Kurhaus. Es besteht aus Friedrich-Wilhelms-Bad, Badhotel und Wandelhalle. Hier befinden sich auch die berühmten barocken Gärten und Villen. Die Klever Gärten haben ihren Ursprung bei dem Prinzen Johann Moritz von Nassau-Siegen. Er war Stadthalter von Kleve im 17. Jahrhundert. Der Prinz ließ die gesamte Gegend von Kleve neu gestalten. Dazu gehören das sogenannte Amphitheater im neuen Tiergarten mit Kanal und Minerva Brunnen, die in bis in die Stadt verlaufende Nassauer Allee und natürlich das Moritzgrab. Das Amphitheater ist ein europäisches Gartendenkmal aus dem Jahre 1993. Der Minerva-Brunnen stammt aus dem Jahr 1660. Das ehemalige Kurhaus ist heute ein Museum und erinnert an den Kurbetrieb in Bad Cleve. Historischer Ortskern KranenburgKranenburg liegt am Rande des Reichswaldes. Nicht allein wegen der Lage ist der historische Ortskern von Kranenburg sehenswert. Er hat die überregionale Bedeutung aus seiner Geschichte. Im Kranenburger Bruch ließ im Jahre 1227 ein Graf von Kleve eine Burg errichten. Im Umfeld der Burg legten holländische Kolonisten die Brücke trocken und bauten für sich ein Waldhufendorf. Stadtrechte erhielt der Ort bereits im Jahre 1294. Durch den Käsehandel erhielt die gesamte Stadt Wohlstand. Nach einem Hostienwunder kam die Wallfahrt hinzu. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche St. Peter und Paul errichtet. Sie hat im Reliquiengehäuse das Kreuzheiligtum für die Kreuzwallfahrt. Weiter Kunstschätze sind der Kreuzaltar, die Chorfenster des Mittelalters und ein Flügelaltar im Hochchor. Rings um die Kirche liegt ein alter Friedhof mit alten Kreuzen. Im Schutz der Stadtmauer stehen kleine Häuser. 2 Türme der Stadtbefestigung sind noch vorhanden. Das wären der Torturm und der Mühlenturm. Im Mühlenturm befindet sich das Heimatmuseum. Am Außengraben verläuft eine kleine Allee, die heute der Kreuzweg von Kranenburg ist. In dem ehemaligen Augustinerinnen-Konvent ist heute das Museum Katharinenhof beheimatet. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1430 und hat spätgotische Züge. Montags hat das Museum geschlossen. 1802 ist der Konvent aufgehoben worden. Circa 6 Kilometer von Kranenburg auf der niederländischen Seite liegt das Bibel-Freilicht-Museum „Heilig Land Stichting“ und das Afrika Museum. Ebenfalls auf der niederländischen Seite, nah an der Grenze, befindet sich das Naturfreibad „Wyler Meer“. In den Stallausstellungen der Gebrüder van der Grinten begann in den 50er Jahren die Karriere von Joseph Beuys. In der Nähe liegt die Donsbrügger Mühle. Sie wurde von einem Förderkreis restauriert und kann seit 1985 nach alter Art gemahlenes Mehl liefern. Museum Kurhaus KleveIn Kleve war früher eine Burg und eine kleine Siedlung. Gegenüber lag eine Kleinstadt und eine Neustadt. Es befindet sich auch eine Mineralquelle hier. Kleve ist im Laufe der Zeit zu einer Kur- und Kulturstadt geworden. Der Name Kleve stammt vom Kliff, also einer Klippe. Hiermit ist der Steinhang des Burgberges gemeint. Hier oben befand sich die Schwanenburg. Unterhalb des Berges entwickelte sich eine kleine Siedlung. Gegenüber befindet sich der Heideberg. Hier gründete Graf Dietrich VI. die eigentliche Stadt Kleve und die Neustadt. Sie wird das Hagsche Viertel genannt und entstand im 14. Jahrhundert. Später erhielt die Stadt den Zusatz „Bad“, nachdem die Mineralquelle gefunden wurde. Es wurde schließlich das Friedrich-Wilhelm-Bad gebaut. Es ist umsäumt von zahlreichen Villen. Das Bad befindet sich direkt neben dem Amphitheater. Kuren werden hier nicht mehr angeboten. Vielmehr ist in dem Kurhaus heute ein Museum. Es zeigt Kunstwerke vom Mittelalter bis zur heutigen Zeit. Der Nachlass von Ewald Matare ist ein Teil der Ausstellung. Er ist ein bedeutender Bildhauer der klassischen Moderne. Das Museum wurde 1997 eröffnet. Zur Zeit wird das Museum umgebaut und soll im September 2011 wiedereröffnet werden. Die Bauzeit betrug dann 2 Jahre. Es werden neue Ausstellungsräume eingebaut. Neben so viel Kultur ist auch die Natur hier sehr sehenswert. Es gibt den Reichswald und den Klever Tiergarten. Der Reichswald hat viele stille Altgewässer des Rheins. Im Klever Tiergarten leben Rot-, Damm-, Muffel- und Schwarzwild, sowie Panda- und Nasenbären und Rentiere. Kleve liegt sehr nah an der holländischen Grenze. Wer hier ein bisschen Wandern geht, kann ganz schnell mal in das benachbarte Niederlande vorbei schauen. TiergartenEinen Zoo ganz anderer Art kann man in Kleve besuchen. Auf einem etwa 6 Hektar großen Gelände kann man etwa 500 Tiere aus fast 100 verschiedenen Tierarten sehen, deren Schwerpunkt alte Haustierrassen darstellen, die teilweise vom Aussterben bedroht sind, aber doch auch Teil unseres kulturellen Erbes sind. Begonnen hat alles mit 2 elternlosen Frischlingen im Jahr 1959. Der Standort Tiergartenstraße kommt nicht von ungefähr, denn der einstige Statthalter des Herzogtums Kleve hatte seinerzeit an dieser Stelle einen barocken Garten anlegen lassen. Schon in damaliger Zeit gehörte dazu ein Tierpark, wenn die Tiere damals auch vorwiegend zum Abschuss und nicht zum Anschauen gedacht waren. Aber schon in dieser Zeit war der Tierpark für jeden frei zugänglich. Heute verfolgt der Klever Tiergarten die Ziele Artenerhaltung, Wissenschaft und Verhaltensforschung und bietet auch entsprechende Veranstaltungen an. Der Erholungsfaktor ist jedoch ebenfalls ein wichtiger Punkt und wird von vielen Besuchern vom gesamten Niederrhein gerne genutzt. So verzeichnet der Tiergarten eine Besucherzahl von mehr als 80000 Menschen jährlich. Die am meisten zu findende Tierart sind Schafe, rund 200 Stück aus 19 verschiedenen Rassen und den verschiedensten Gebieten Deutschlands, Europas, ja sogar der Welt. Die neuen Rassen, die mehr wirtschaftlich eingesetzt werden können, verdrängen die alten Haustierrassen immer mehr, deshalb sieht der Tiergarten Kleve seine Hauptaufgabe darin, diese robusten und widerstandsfähigen Tiere in ihrer ganzen Vielfalt nicht nur den Besuchern zu zeigen, sondern auch wieder zu züchten. Dazu besteht eine Zusammenarbeit mit verschiedenen Zuchtverbänden. Aber auch einige „wilde“ Verwandte dieser Tierarten sowie einige Raubtierarten und viele Vögel sowie die bedrohten Tierarten „Somali-Wildesel“ und „Kleine Pandas“ gehören zu den Bewohnern des Tiergartens. | |
Zahlen & Fakten:
Stadtname:
Kleve
Bundesland:
Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk:
Düsseldorf
Landkreis:
Kleve
Höhe:
12 m ü. NN
Fläche:
97,8 km²
Einwohner:
49.392
Autokennzeichen:
KLE
Vorwahl:
0 28 21
Gemeinde-
schlüssel:
05 1 54 036
